Unterschied “Sprechen von Gebeten” und “Beten”

Oft spreche ich meine Gebete, aber bete ich jemals? Und begleiten die Wünsche meines Herzens die Worte, die ich sage?

Ebenso könnte ich niederknien und Götter aus Stein anbeten, wie dem lebendigen Gott ein Gebet von bloßen Worten darzubringen.

Denn Worte ohne das Herz wird der HERR niemals hören; noch wird er sich zu jenen Lippen neigen, deren Gebete nicht echt sind.

(Kinderlied)

Liebt eure Frauen!

Die Aufforderung Gottes an einen Ehemann ist eindeutig, unmissverständlich und klar:

“Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.” (Eph. 5,25)

Das ist eine sehr steile Aufforderung! Wer wäre bereit für seine Frau zu sterben, damit sie leben kann? Da wir sehr wahrscheinlich nicht in eine Situation kommen werden, wo es darum geht, dass man ganz praktisch an Stelle der Frau stirbt, verliert dieser Vers aber keinesfalls seine Gewichtung. Es geht nämlich darum tagtäglich für seine Frau zu sterben, damit sie leben kann. Es geht darum, seine Frau tagtäglich so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Jeden Tag sein Ego und seinen Stolz zu überwinden und Liebe zu geben, ohne sie zurück zu erwarten!

Wie kann ich meine Frau lieben?

Nach 1.Kor.13,4-7 Die Liebe…

…tut sich nicht groß

…sie bläht sich nicht auf

…sie benimmt sich nicht unanständig

…sie sucht nicht das Ihre

…sie lässt sich nicht erbittern

…sie rechnet das Böse nicht zu

…sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit

…sondern sie freut sich mit der Wahrheit

…sie erträgt alles

…sie glaubt alles

…sie hofft alles

…sie erduldet alles

Mir hat es sehr geholfen diese beiden Verse zu verknüpfen. Wenn ich in schwierigen ehelichen Situationen bin, denke ich erst an Epheser 5,25 und dann an 1.Kor.3,4-7. Wenn man sich das immer vor Augen hält, wird einem bewusst wie sehr Christus einen persönlich liebt, was zur Anbetung treibt und dass es nicht darauf ankommt vor seiner Frau gerecht da zu stehen (indem man seinen Stolz behält, indem man Recht behält, indem man Misstraut, indem man die Hoffnung aufgibt und ihr das zu spüren gibt, indem man sich Aufbläht – um ihr zu zeigen wer der Macker ist), sondern das es darauf ankommt, vor Gott gerecht da zu stehen. Wenn das mein Anliegen ist, werde ich meine Frau lieben!

“Dein Kreuz zerstört den falschen Ruhm;

durch Deinen Tod bin ich befreit,

gebunden als Dein Eigentum

an Dich allein für alle Zeit.

Was ich zum Dank geben kann Dir,

die ganze Welt ist noch zu klein;

der Dank für diese Liebe hier

kann nur mein eigenes Leben sein.”

Isaac Watts

Über die Sprüche Salomos

Mich hat fasziniert, wie Gott den Sinn der Sprüche in seinem Wort beschreibt:
Die Sprüche Salomons wurden geschrieben, damit wir…
Weisheit und Unterweisung kennen;
Worte des Verstandes verstehen;
einsichtsvolle Unterweisung, Gerechtigkeit, Recht und Geradheit empfangen;
Unerfahrenen oder Unverständigen Klugheit, Erkenntnis und Besonnenheit geben.

Ein geniales Prinzip Gottes für uns:
Kennen, Verstehen, Empfangen, Geben!

400 Jahre des Schweigens gebrochen

Zacharias, ein gerechter Mann vor Gott, der untadelig wandelte in allen Geboten und Satzungen des HERRN, in seinen Tagen weit vorgerückt, vom Geschlecht der Leviten, wurde, durch das Los getroffen, ausgewählt, um in den Tempel des HERRN zu gehen und zu räuchern. (Lk.1,6-10)

“Es erschien ihm aber ein Engel des HERRN, der zur Rechten des Räucheraltars stand.” (Lk.1,11)

“Zur Rechten stehend” erinnert uns daran, dass Christus “zur Rechten des HERRN” sitzt/steht. (Lk.22,69; Apg.7,56; Kol. 3,1 usw.)

Nach 400-jährigem Schweigen Gottes, seit dem Propheten Maleachi, spricht Gott zu Zacharias durch einen Mittler, den Engel Gabriel (Lk.1,19). An dieser Stelle war ich fasziniert von dem elften Vers aus Lukas 1.  Der Engel stand zur Rechten des Räucheraltars. Der Engel Gabriel ist nicht Jesus, jedoch hat er mich an ihn erinnert. Christus, der Mittler zwischen Gott und Mensch, ist der erste an den Gott erinnert bzw. auf den er hindeutet, als er sein Schweigen bricht. So wie der Engel für Zacharias ein Mittler war, der das erste Reden Gottes nach 400 Jahren  ”vermittelte”, so ist Christus für uns der Mittler. Er zerstört die Fesseln der Sünde und ist selbst der Weg zu Gott. Er, Christus, ist das Wort Gottes an uns, nach 400-jährigem Schweigen.